Sandflöhe & Sandfliegen auf Koh Chang – Infos und Tipps
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Wer einen Urlaub in Thailand auf der traumhaft schönen Insel Koh Chang plant, stößt bei den Vorbereitungen immer wieder auf ein Thema: Sandflöhe, Sandmücken oder Sandfliegen.

Als lästig werden sie bezeichnet, als Quälgeister und Plagegeister, die die Urlaubsstimmung vermiesen. Zeit, sich etwas genauer mit ihnen zu beschäftigen und herauszufinden, wie die Situation vor Ort aussieht.

Sandflöhe und Sandfliegen auf Koh Chang: Allgmeine Informationen

Allgemeine Informationen über Sandfliegen:

Die Sandfliege ist sehr klein, erwachsene Tiere erreichen gerade einmal eine maximale Größe von vier Millimetern. Sie sind gelbbraun, behaart und haben auffällige schwarze Knopfaugen. Da die Flügel im Vergleich zum Körper relativ groß ausfallen, erinnert ihr Erscheinungsbild an das eines Schmetterlings. Die Sandfliege hat eine Lebenserwartung von bis zu 40 Tagen.

Sie zählt zu den blutsaugenden Insekten. Ihr wissenschaftlicher Name »Phlebotominae« könnte passender nicht sein, denn phlebos bedeutet »Blutgefäß«, während tomē mit »Schnitt« übersetzt wird. So ritzt sie mit ihren Mundwerkzeugen die Haut ihres Wirtes an, um das dabei austretende Blut aufzusaugen. Dieses Vorgehen reiht sie in die Gruppe der Parasiten ein. Ihre Bisse sind nicht nur juckend und schmerzhaft, sie können auf diesem Weg auch ernsthafte Krankheiten übertragen. Während hierzulande die weiblichen Stechmücken das Blut zwingend für die Eiablage benötigen, ist dies bei der Sandfliege nicht der Fall. Wissenschaftler vermuten jedoch, dass die Eiablage durch eine Aufnahme von Blut erheblich beschleunigt wird. Die Männchen sind dagegen überhaupt nicht an Blut interessiert, sie sind reine Veganer und ernähren sich ausschließlich von Pflanzensäften.

Die 700 Arten der Sandfliege leben über die ganze Welt verteilt überall dort, wo die durchschnittliche Jahrestemperatur nicht unter 10 °C fällt. Deshalb fühlen sie sich in den Tropen, Subtropen und auch im Mittelmeerraum besonders wohl. Ihre Eier legen sie an feuchten Stellen ab.

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Allgemeine Informationen über Sandflöhe:

Sandflöhe (lateinisch: Tunga penetrans) sind in warmen und feuchten Länder wie Amerika (Heimat), Afrika und Asien beheimatet. Die Tiere werden zwischen 0,5 und 0,7 Millimeter groß, sie sind flügellos und haben aber sehr starke Sprungbeine mit denen sie bis zu einen halben Meter hochspringen können.

Sandflöhe sind blutsaugende Parasiten zu diesem Zweck nutzen sie gerne Haustiere und Menschen als Wirte.

Da die Flöhe sehr gerne hoch springen sollten Urlauber auf dem Strand besondern ihr Füße und Beine schützen und immer mit einem Handtuch auf dem Sand liegen.

Sandfliegen, Sandflöhe und Sandmücken auf Koh Chang:

In Thailand kommt die Sandfliege bzw der Sandflöhe an allen Stränden des Festlandes und den Inselstränden vor. Entsprechend ist auch Koh Chang betroffen.

Generell lässt sich sagen, dass es Tageszeiten und Wetterbedingungen gibt, zu denen der Sandfloh hier vermehrt auftritt. Verallgemeinerungen fallen jedoch schwer.

Die Regenzeit bietet mit ihren hohen Temperaturen ideale Voraussetzungen. Während der Trockenzeit wird berichtet, dass insbesondere bei Sonnenaufgang und bei Sonnenuntergang eine erhöhte Aktivität festzustellen ist.

Sandflöhe meiden die Sonne und bevorzugen schattige Stellen. Ihr geringes Körpergewicht legt nahe, dass sie an windigen Tagen nicht fliegen und deshalb windstille Tage bevorzugen. Zudem wird in den einschlägigen Foren berichtet, dass täglich geharkte und gepflegte Sandstrände weniger stark bis gar nicht betroffen zu sein scheinen.

Gleiches gilt für die Nachbarinseln Koh Mak und Koh Kood. Urlauber berichten, die Inseln erkundet zu haben, ohne auch nur ein einziges Mal mit einer Sandfliege bzw Sandfloh in Berührung gekommen zu sein. Andere hingegen berichten von sehr vielen Stichen.

Auch wenn man immer wieder viel über Sandflöhe und Sanfliegen auf Koh Chang liest, ist es (wie so oft) lange nicht so schlimm wie auf diversen Webseiten beschrieben. Wenn man Sandfliegen oder Sandflöhe am Strand bemerkt, einfach den Strand für 1-2 Stunden wechseln.

Sandfliegen bzw Sandflöhe sind auf Koh Chang immer ein Temporäres Problem 

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Sandflöhe und Sandfliegen: Kleine Bisse mit großer Wirkung

So klein die Sandfliege auch ist, ihre Bisse können erhebliche Reaktionen hervorrufen: von Juckreiz über Hautrötungen bis hin zu Schwellungen, Unwohlsein und Fieber.

Im Gegensatz zur Stechmücke ist die Sandfliege nicht offen angriffslustig. Sie schwirrt vermeintlich harmlos – oft im Schwarm – um ihr Opfer, um dann im richtigen Moment zuzuschlagen.

Da die Bisse kaum spürbar sind und der Juckreiz zeitverzögert einsetzt, bekommen die Betroffenen eine Attacke oft zunächst gar nicht mit. Erst später im Hotelzimmer zeigt sich dann das ganze Ausmaß. 50 Bisse und mehr sind dabei keine Seltenheit.

Wer gebissen wurde, sollte – auch wenn es schwerfällt – keinesfalls kratzen. Das Vermieden einer Infektion ist hier oberstes Gebot. Bessere Hilfe können Antihistaminika leisten, die zur Linderung der Beschwerden direkt auf die Bisswunden aufgetragen werden. Ein aktueller Impfschutz gegen Tetanus kann bei einer Verunreinigung Schlimmeres verhindern.

Betroffene berichten jedoch, dass die Bisse so schmerzhaft sind und so jucken, dass bei extrem starker Ausprägung ein Besuch beim Arzt notwendig werden kann. Erst nach einer ärztlichen Begutachtung kann eine Kombination aus cortisonhaltiger Salbe und Antihistamin-Tabletten für schnellere Linderung sorgen.

Über Bewegung, Moskitonetze, Kleidung, Chemie und Kokosöl

Da die Sandfliege sehr langsam ist, hat der Mensch ihr gegenüber einen entscheidenden Vorteil: Er ist schneller!

In Bewegung zu bleiben schützt vor lästigen Bissen. Zudem wird dringend dazu geraten, einem großen Schwarm schnellstmöglich aus dem Weg zu gehen.

Engmaschige Fliegengitter an Fenstern und Türen bietet idealen Schutz im Inneren, ein Moskitonetz über dem Bett sorgt für einen ungestörten Schlaf. Aufgrund ihrer Körpergröße kann der Sandfloh nur dann beißen, wenn die Körperstelle nicht von Kleidung bedeckt ist.

Lange Ärmel, lange Hosen und geschlossene Schuhe stellen sich als unkomplizierte und Erfolg versprechende Vorsichtsmaßnahme heraus. Im schlimmsten Fall kann auch ein zusätzlicher Kopfschutz gute Dienste erweisen.

Wer sich für chemische Abwehrmittel entscheidet sollte beim Kauf darauf achten, dass die Wirkstoffe Icaridin oder DEET (Diethyltoluamid) enthalten sind.

sandfliegen-koh-chang-mücken-kokosöl-thailand-insel-sandflohNachhaltiger ist folgender Tipp: eine dicke Schicht Kokosöl auf der Haut kann dafür sorgen, dass die Sandfliege gar nicht erst bis zur oberen Hautschicht durchdringt. Ihre Flügel verkleben und sie ertrinken förmlich im Öl.

Fazit: Sandfliegen und Sandflöhe auf Koh Chang

Als Fazit kann hier gesagt werden, dass die Sandfliege auf Koh Chang durchaus vorkommt. Wo und wann sie auftritt, lässt sich nicht mit Bestimmtheit vorhersagen. In den Foren wird jedoch übereinstimmend berichtet, dass sie mit den entsprechenden Hilfsmitteln weniger lästig ist als ihr Ruf.

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Kommentare

Vera Hansen
7. Mai 2019
Ein wirklich doofes Thema, aber es stimmt. Bekannte waren gerade auf Koh Chang und schrieben mir, dass sie völlig zerstochen die Insel verlassen haben. Ich selber kann ein Lied davon singen, Arme und Beine völlig zerstochen, nicht auszuhalten der Juckreiz. Dennoch, die Insel ist ein Traum und ich würde immer wieder dort hin fahren.
Thomas
10. Mai 2019
Ich war bereits schon 4 Male auf Koh Chang. Gerade auch wieder, es ist Mitte Mai 2019, und die Regenzeit setzt gerade ein. Zumindest ist es extrem häufig bewölkt mit vielen Regenschauern zwischendurch. Kenne von hier auch die trockenere Zeit, speziell um Weihnachten und Silvester. Ich habe mich hier noch nie Sandfliege rumärgern müssen. Mit Mücken dagegen sehr. Gerade eine Stunde vor und nach dem Sonnenuntergang sind diese mosquitos extrem aggressiv und stechen super schnell. Dagegen hilft nur ein gutes repellent und/oder kein Aufenthalt im Freien um diese Zeiten.
Heiner
4. Juni 2019
Mit einem Freund war ich vom 12. April bis 05. Mai 2019 im KOH CHANG RESORT & SPA auf Koh Chang. Wir hatten eine wunderbare Zeit und keine nennenswerten Probleme mit Moskitos oder Sandfliegen oder Sandflöhen. Allerdings trafen wir auch Touristen von anderen Hotelanlagen, deren Rücken von unzähligen Stichen übersät war. Scheinbar hat ein gepflegter Strand doch etwas damit zu tun. Klar muss man in den Abendstunden entsprechend Mückenschutz auftragen. Einzig die An- und Abreise mit der Fähre war etwas langwierig - aber man ist ja nicht auf der Flucht ... :-)

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